Malte Bunzel, Element Keramik

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Kunstforum der Kreativität von Künstlern und Kunsthandwerkern mit Kunstinteressierten

MALTE BUNZEL, ELEMENT KERAMIK

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MALTE BUNZEL

Keramikermeister


2021
/ Meisterprüfung

2019
/ Selbständiger Keramiker, Nebenverdienst

2018
/ Keramikgeselle

2015
/ Ausbildungsbeginn zum Keramiker, Bayern, Schwerpunkt: Freidrehen an der Töpferscheibe


Malte Bunzel | me. Keramiker
Element Keramik

Wertinger Straße 18
D-86441 Zusmarshausen
+49 162 8655 963


Alle dargestellten Produkte des Kunsthandwerkers unterliegen dem Urheberrecht und Copyright und dürfen ohne ausdrückliche Erlaubnis des Kunsthandwerkers nicht kopiert und weiter verwendet werden.



FORMEN AUS TON - MEIN LEBEN
Vorab möchte ich anmerken, dass mir das Schreiben über meine Beweggründe ein wenig widerstrebt – wie vermutlich vielen Menschen. Allen Widersprüchen zum Trotz lese ich selber sehr gerne die Geschichten und Lebenswege anderer Menschen. Aus diesem Grund möchte ich Interessierten meinen bisherigen Werdegang auch nicht vorenthalten und versuche an dieser Stelle mein Tun und wie ich dazu gekommen bin, so gut wie möglich zu beschreiben.


Im Jahr 2015 begann ich meine Lehre zum Keramiker. Um einen Ausbildungsplatz für dieses uralte Handwerk zu ergattern zog ich aus Schleswig-Holstein nach Bayern und entdeckte die hiesigen Gepflogenheiten und lernte die charmanten Eigenarten im Süden kennen. Während der Lehre lernte ich für mich den richtigen Umgang mit dem Material Ton, sowie die fachtheoretischen Grundlagen der Keramik und das Drehen auf der Töpferscheibe. Auch die Grenzen des menschlichen Körpers konnte ich – eher unfreiwillig - durch Überanstrengungen mehrfach erfahren. Die richtige Haltung spielt eine große Rolle beim Töpfern, zumindest wenn der Plan besteht dieses Handwerk lange auszuüben. Seit dem Abschluss meiner Lehre arbeite ich als Keramiker und schon während der Ausbildung zündelte die Idee in mir, mein tägliches Brot mit einer eigenen Werkstatt zu bestreiten. Seit 2016 bastle ich nun im Stillen am eigenen Internetauftritt und grabe mich Stück für Stück durch unsichtbare Barrieren - hin zur Selbständigkeit. Und ganz allmählich scheint dieser innere Wunsch in greifbare Nähe zu rücken. Mittlerweile ist ein kleiner Werkstattraum eingerichtet und die nötigen Arbeitsmittel und -geräte sind fast alle zusammengesammelt.
Im Sommer 2021 konnte ich erfolgreich meine Meisterprüfung ablegen und fühle mich seither noch weiter darin bestärkt, den Schritt in die berufliche Selbständigkeit zu wagen.

Das Töpfern von Keramik ist für mich etwas sehr Erfüllendes. Nach langer Übung an der Drehscheibe spüre ich immer einen Schub an Kreativität und Energie sobald ich ein Stück Ton zwischen meine Finger bekomme. Inspirationen für Gefäße und Objekte finde ich auf ganz unterschiedlichen Wegen. Zum Beispiel fehlt mir manchmal ganz einfach die passende Schüssel für einen großen Salat. Oder ein Kunde hat eine bestimmte Funktion für eine Keramik im Sinn und wir entwickeln gemeinsam die gewünschte Form, die ich dann anschließend versuche an der Töpferscheibe umzusetzen.

Neben dem – von Töpfereien zu erwartbaren - Geschirrsortiment befasse ich mich hauptsächlich mit einem ganz besonderen Projekt: getöpferte Lautsprecher. Das Projekt begann mit dem Wunsch von gut klingenden und optisch ansprechenden Lautsprechern aus Keramik. Es folgten Sachbücher, Workshops und Nächte vor dem Computer. Anfangs sollten es noch passive Lautsprecher werden. Die ersten Lautsprecher waren zwar nach langer Produktionszeit fertig, klanglich jedoch weit von dem gesetzten Ziel entfernt. Die berechnete Frequenzweiche und die verwendete Technik erfüllten noch nicht meinen Vorstellungen.

Ein Freund hatte schon während der Anfänge des Projektes vorgeschlagen das Gespräch mit Abacus eletronics zu suchen, einer HiFi-Firma aus Norddeutschland. Es folgte ein sehr unkompliziertes Telefonat mit Hanno Sonder, dem Junior Chef von Abacus electronics. Drei Tage später hatte ich schon deren C-Box an meiner Anlage angeschlossen und durfte sie auf Herz und Nieren testen. Die Präzision und Ausgewogenheit der hauseigenen Verstärker suchen ihres Gleichen und für mich stand fest, dieser technischen Glanzleistung irgendwann würdige Gehäuse zu töpfern. Bis zur ABACon – einer firmeninternen Ausstellung - waren es noch knapp 6 Wochen. In Anbetracht der langen Fertigungs-, Trocknungs- und Brennzeiten von Keramik klang es utopisch als Hanno vorschlug, ich könnte doch die Prototypen der Keramik C-Box dort vorführen. Seit der ABACon im Oktober 2019 haben sich die Lautsprecher in ihrer Form erheblich weiterentwickelt. Auch als Meisterprojekt wurde meinem Vorschlag stattgegeben und ich durfte eine - extra für diesen Zweck - entworfene Variante der Lautsprecher dort präsentieren.


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